Philosophie
Bischoff, Fritz:
Windhauch, die Zeit – unser Leben.

2010. 304 Seiten. Pb.
Euro 15,80. SFr 27,50.
ISBN 978-3-8301-1303-4. R.G.Fischer Verlag

Wenn der Mensch mehr sein will als etwas biologisch beliebig Vergehendes und mehr als etwas kulturell bloß Anekdotisches, dann braucht er einen Spiegel seines Lebens, der ihm zugleich Navigationshilfe in Gegenwart und Zukunft ist. Dafür hat er die Zeit erfunden als ein erlerntes, kommunizierbares, soziales Symbol.

Wie die Zeit in die Welt kam, davon ist im ersten Teil dieses Buches die Rede. Im zweiten Teil folgen Reflexionen über etwas, das es so nicht gibt: die Zeit als Gesetz der Natur oder als Kant’sches a priori. Aufgelesene und aufgeschriebene Aphorismen, Gedankensplitter zu Sein und Zeit wollen Stolpersteine zum Weiterdenken des Lesers sein. Zeit endet immer in Kohelets Sinnfrage, als Versuch. Im 3. Jahrhundert v. Chr. aufgeschrieben, wird Kohelet als Prediger Salomo noch bis heute zum Laubhüttenfest der Juden verlesen: Windhauch – welche Metapher für Sein, Dasein und Zeit!

Dr. jur. Dr. phil. Fritz (Friedrich) Bischoff wurde 1930 in Braunschweig geboren und lebt heute in Herzogenrath. Er arbeitete als Oberkreisdirektor in Hannover und als Ministerialdirektor in der Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungsverwaltung des Bundes. Danach war er Lehrbeauftragter für Soziologie und als kulturpolitischer Berater und Rechtsanwalt tätig. Er ist Autor zahlreicher juristischer, politik- und sozialwissenschaftlicher Veröffentlichungen. Ebenso ist er Verfasser einiger kunst- und wissenschaftsrechtlicher Werke.